Von: Gerhard Kuchta
Gesendet: Donnerstag, 5. Februar 2026 09:44
An: WRW Fachbereich HV & KB
Cc: Stadträtin Kathrin Gaal; Wiener Bürgermeister; MA 50 Wohnungskommission; Ernst Schreiber; Martin Kugler
Betreff: Sammel-Beschwerde zu diversen Missständen bei Wiener Wohnen
Sehr geehrte Damen und Herren,
hier sind zahlreiche aktuelle Umstände zusammengefasst und belegt, die den derzeit völlig untragbaren Zustand beim Hauseigentümer und -verwalter "Stadt Wien - Wiener Wohnen" belegen:
Leerwohnungs-"Reinigung":
In der Molischgasse 11 / 4 wurde einfach zur Reinigung einer Leerwohnung (nach Delogierung) von der Hausbetreuung kübelweise Wasser in die Wohnung geschüttet (so viel, dass die Mieter darunter befürchteten, dass die Nässe zu ihnen durchkommt), das Wasser dann wieder aufgesammelt und einfach aus dem Fenster im 1. Stock geschüttet (
Bild). Von einer Mietervertreterin zur Rede gestellt meinten die Mitarbeiter der Hausbetreuung, das Wasser sei eh ziemlich sauber. Am selben Tag fand sich im zugehörigen Müllraum neben dem Casinopark Müll (
Bild) und Sperrmüll (
Bild) in loser Schüttung - vermutlich aus derselben haarsträubenden Aktion. Ich habe über die Hotline eine umgehende Einstellung der beschriebenen Vorgehensweise und einen Rückruf des Zuständigen verlangt. Letzteres ist unterblieben. Ganz abgesehen von einer untragbaren Vorgehensweise durch die Wiener Wohnen-Tochterfirma, Gefahr im Verzug für die Bausubstanz und eine drohende Kostenbelastung aus der Müllraum-Entrümpelung ist die Beispielswirkung für Mieter natürlich verheerend!
Seriendefekt am Lift Deutschordenstraße 28:
Seit November des Vorjahres treten an diesem Lift laufend - teils auch lange nicht behobene - Defekte auf. Auch am Montag war der Lift wieder außer Betrieb (
Bild). Seitens der Mieter wurde mehrmals urgiert. Ich habe einen Rückruf des Zuständigen erbeten - dieser ist nicht erfolgt! Wofür zahlen wir - gerade bei bereits betagten Liften - 50 % von Vollwartungsverträgen über die Betriebskosten, wenn die zuständige Firma nicht einmal so einen Seriendefekt in den Griff bekommt? Der Kostenanteil für die Mieter ist überhöht!
Tagelang durchgehend brennende Außenbeleuchtung: Seit Tagen brennt im Innenhof Sauergasse Ost auch tagsüber die Außenbeleuchtung (
Bild). Es wurde seitens einer Hausbesorgerin gemeldet, seitens von Mietern gemeldet und durch den Mieterbeirat urgiert. Auch hier wurde ein Rückruf des Zuständigen und eine Reduktion der Betriebskosten aufgrund der nicht nachvollziehbaren Behebungs-Verzögerung verlangt. Kein Rückruf! Wir hatten
im Vorjahr im selben Bereich dasselbe Problem. Damals hat Wiener Wohnen eine Betriebskostengutschrift
abgelehnt!
Falsche Mieterverständigungen:
Bei Schönbergplatz
6,
7 und
10 hängen
Verständigungen, dass von Jänner bis April 2026 die Schneeräumung bzw. der Winterdienst von der Wiener Wohnen Hausbetreuung durchgeführt wird. Dies betrifft aber Cossmanngasse 4.
Keine Verständigung des Mieterbeirats bzw. unvollständige Mieterverständigung:
In Nikischgasse 8 findet sich eine
Verständigung, dass von Mitte Februar bis Ende März die Stromleitungen im Stiegenhaus erneuert werden. Es erfolgte keine Verständigung des Mieterbeirats - insbesondere über den Umfang der Arbeiten, denn für die Erneuerung der Leitungen nur in einem Stiegenhaus erscheint die Arbeitsdauer enorm lange.
Ebenso fehlt die Verständigung des Mieterbeirats zu den teilweise
ausgehängten Trockenkernbohrungen zwischen März und Mai 2026. Dazu fehlt zumindest auch ein Stiegenaushang in Hanakgasse 15 (ggf. weitere).
Auch zur generellen Montage von Rauchmeldern in den Stiegenhäusern erfolgte keine Information des Mieterbeirats.