Hanakgasse 1A

Was sich im Herzen unserer Anlage tut ...

Urgenz der Sanierung und Wieder-Eingliederung (24.8.2025)

Von: Gerhard Kuchta 
Gesendet: Sonntag, 24. August 2025 11:31
An: Wiener Wohnen 
Cc: Wiener Bürgermeister; Stadträtin Kathrin Gaal; Bundesdenkmalamt; diverse politische Parteien; diverse Medien; Mieterbeirat
Betreff: Neuerliche Urgenz der versprochenen Sanierung der "Alten Leute-Siedlung" - samt nachfolgender Wieder-Eingliederung
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
 
vielleicht haben Sie angenommen, in unserem Mail vom 20.8.2025 zum Hauptmietzins hätten wir bei den erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen die Alte Leute-Siedlung (1140 Wien, Hanakgasse 1A) vergessen - oder möglicherweise gehofft, wir hätten unsere Bemühungen um dieses Objekt inmitten unserer Wohnhausanlage inzwischen aufgegeben.
 
Mitnichten!
 
Schließlich handelt es sich um eine bauliche Besonderheit für alte und körperlich beeinträchtigte Personen, durch welche als Paradebeispiel für idealen Wohnbau dieser Art  der damalige Ministerpräsident der UdSSR, Nikita Chruschtschow, im Juni 1961 anlässlich des legendären Wiener Gipfeltreffens mit dem US-Präsidenten John F. Kennedy geführt wurde.
 
Und insbesondere hat man gemeinsam mit weiteren Unterlagen von Wiener Wohnen im Vorfeld des Beschlusses über die Generalsanierung eine Mieterinformation von Wiener Wohnen und der Firma Heimbau vom 24.11.1998 verteilt, in welcher einerseits betont wurde, dass der Hugo Breitner Hof eine wirtschaftliche Einheit bildet und andererseits, dass die „Alte Leute-Siedlung“ erhalten bleibt, eine Sanierung stattfindet und keine Neubauten hergestellt werden.
 
Ungeachtet dessen, dass man die Mieter und den Mieterbeirat schon damals systematisch hinters Licht geführt hat (gleichzeitiger Abbruchantrag, spätere Ausgliederung, Entlassung aus dem Denkmalschutz etc. etc. etc.):
 
Wiener Wohnen ist diesbezüglich den Mietern und dem Mieterbeirat gegenüber nach wie vor im Wort!
 
Die offenkundig angewendete Taktik, diesen Teil der Wohnhausanlage so umfassend wie möglich dem Verfall preiszugeben, damit das den Mietern so weit auf die Nerven geht, dass ihnen alles weitere an Veränderungen sowieso egal ist - oder dass dieser sture Mieterbeirat endlich weg ist, geht nicht auf!
 
Ganz abgesehen davon, dass ein Neubau-Fremdkörper den ja weiterhin bestehenden Denkmalschutz für unsere gesamte das Objekt umgebende Wohnhausanlage massiv beeinträchtigen würde.
 
Die „Alte Leute-Siedlung“ ist daher wie schriftlich versprochen zu erhalten, umgehend auf Kosten von Wiener Wohnen (welche für die Nichteinhaltung ihres Versprechens und die baulichen Folgen daraus verantwortlich ist) zu sanieren - und nach dieser Sanierung wieder wie versprochen grundbücherlich in den Hugo Breitner Hof als wirtschaftliche Einheit einzugliedern!
 
 
Für den Mieterbeirat im Hugo Breitner Hof 
mit den besten Grüßen

Gerhard Kuchta

(Schriftführer)