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Molischgasse 3 (Ostausgang) 23-03-2017


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Defekt wurde auf Mieterwunsch bei Wiener Wohnen reklamiert.

Wien heute: Parkplatzprobleme Allianz-Stadion (16.10.2016)


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Beitrag des ORF - noch VOR dem ersten großen Wiener Derby.



Der Name erinnert an Dr. Hugo Breitner (geb. 9.11.1873 in Wien, gest. 3.5.1946 in Claremont/USA).


Hugo Breitner, zuerst Direktor der Österreichischen Länderbank, schuf als Wiener Finanzstadtrat 1919 bis 1932 durch gesellschaftspolitisch akzentuierte Steuerpolitik die finanzielle Grundlage für die Wohnbau- und Sozialpolitik des "Roten Wien" - unter anderem durch eine Politik sozial gestaffelter, progressiver Steuern wie Luxus- und zweckgebundener Wohnbausteuer. Dadurch machte er die Realisierung großer sozialer Wohnbauprogramme möglich.

Nach seinem Rücktritt übernahm er 1932 bis 1934 die Leitung der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien.

Nach den Februarkämpfen 1934 wurde er vom austrofaschistischen Regime verhaftet.

1936 emigrierte er über Florenz in die USA (1939). In der Emigration war er Mitglied des Advisory Board des Austrian Labor Committee und der Austrian Labor Information und zuletzt Dozent für Städtewesen an der Univ. Claremont/Kalifornien.

1946 starb er kurz vor der geplanten Rückkehr nach Wien.

Im August 1950 brachte seine Witwe, Therese Breitner, seine Urne aus den USA nach Wien, wo sie in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof feierlich beigesetzt wurde.


Geschichte:

Ab der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts war das Grundstück "Baumgarten, Oberes Gut" ein landwirtschaftliches Gut unter Grundherrschaft des Stiftes Formbach. Das Stift verkaufte im Jahr 1790 diese 31 Joch Wiesengrund an die Gemeinde Baumgarten in Wien Penzing (14. Bezirk). Das angrenzende "Baumgarten, Unteres Gut" gehörte bis 1848 dem kaiserlichen Waldamt. Aus den Grundherrschaften stammte die Bezeichnung "Herrschaftsfeld" (heute Hugo-Breitner-Hof) für das Gelände, das bis weit ins 19. Jahrhundert unverbaut blieb.

 


 

Schon der Bau der Westbahn, die 1858 eröffnet wurde, hatte für die ehemaligen Vororte Penzing, Baumgarten und Hütteldorf im Zuge der Industrialisierung große Bedeutung. Aber erst 1878 - 1879 errichtete eine englische Gesellschaft ein Gaswerk und die Bahn in unmittelbarer Nähe ein Ölgaswerk für die Waggonbeleuchtung.

Schon kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde es für die für die Spitäler immer schwieriger, die stetig ansteigende Anzahl an Verwundeten aufzunehmen. Schließlich wurde 1917 auch auf dem Areal des Herrschaftsfeldes ein Lazarett mit 40 Holzbaracken als "k. u. k. Kriegsspital III Baumgarten" errichtet.

Bis zum Jahr 1949 befanden sich - als Restbestand des Lazaretts - auf dem Gelände zahlreiche Baracken und Gebäude verschiedenster Art und Größe, die teils als Wohnungen für Flüchtlinge und Delogierte verwendet wurden, teils als Betriebs-, Lager- und Werkstätten dienten - das berüchtigte "Baumgartner Barackenlager". Die Menschen lebten hier unter extremen Bedingungen. In Wohnungen mit Zimmer, Küche und Kabinett lebten bis zu 16 Personen aus unterschiedlichen Familien. Und natürlich gab es auch keine Mietverträge. Die Menschen dort konnten jederzeit aus ihren Behausungen vertrieben werden.

Aufgrund der zunehmenden Baufälligkeit der Baracken und der prekären Lebensumstände für die Menschen machte der Landessozialreferent im Februar 1938 den damaligen Wiener Bürgermeister Richard Schmitz nachdrücklich auf die Situation aufmerksam. Eine Kommission sollte die Lage untersuchen. Im Jahr 1939 präsentierten Erwin Fabrici, Georg Lippert, Fritz Purr und Paul Widmann Pläne für ein neues Wohnprojekt anstelle des Barackenlagers. Geplant waren 12 Häuserblöcke mit 142 Stiegenhäusern sowie eine lockere Verbauung mit nur 16,7 Prozent des gesamten Grundstücks. Der Rest war für Grünflächen, Spiel- und Sportplätze, Straßen, Wege und Plätze vorgesehen. Die gartenstadtartige Anlage sollte sich zwischen Linzer Straße, Deutschordenstraße und Cossmanngasse erstrecken.

Planungsbeginn für das Projekt Hugo-Breitner-Hof, das erste große Bauvorhaben der Gemeinde Wien nach dem Zweiten Weltkrieg, war aber aufgrund des Anschlusses und des Krieges erst 1947. Im Oktober 1948 genehmigte der Wiener Gemeinderat das Vorhaben, das auf den Plänen aus dem Jahr 1939 beruhte. Am 7. Juli 1949 erfolgte die Grundsteinlegung durch Vizebürgermeister Karl Honay. Stolz verkündete dieser dabei, dass auf dem Gelände bald 4.000 Menschen wohnen würden.

Ab dann wurde die Wohnhausanlage bis 1956 in vier Bauabschnitten errichtet, da die Freimachung des Geländes und die Abtragung der alten Gebäude samt Umsiedlung der Bewohner nur Zug um Zug durchgeführt werden konnte. Der erste Bauabschnitt umfasste 366 Wohnungen sowie 6 Geschäftslokale und kostete rund 27 Millionen Schilling. Auch die kleine Kapelle "Hl. Florian", die zu Beginn der 20er-Jahre vom Allgemeinen Wiener Kirchenbauverein inmitten des Barackenlagers errichtet worden war, wurde zu Gunsten der Wohnhausanlage geopfert und abgetragen.

Auf einer Gesamtfläche von 16,3 Hektar entstand in Berücksichtigung der Verbindung zwischen Baukörpern und Erholungsräumen eine richtige Kleinstadt. Von dem Bauland wurden 24.000 Quadratmeter verbaut, aber fast drei Viertel des großen Geländes für die Errichtung von Grünflächen, sowie Spiel- und Sportplätzen für die Jugend verwendet. Für die Kinder wurden ein Kindergarten und ein Hort geschaffen, außerdem wurden insgesamt 28 Geschäftslokale und 10 Werkstätten eingerichtet. In jeder Wohnung gab es einen Vorraum, WC und Bad. Etwa die Hälfte der damals 1.112 Wohnungen bestand darüber hinaus nur aus Wohnküche und Zimmer. Die Gesamtbaukosten betrugen 91,2 Millionen Schilling.

Zur künstlerischen Ausstattung der Wohnhausanlage gehört das Natursteinrelief "Hausbau" von Erwin Hauer (1954), die Plastik "Mutter mit Kindern" von Siegfried Charoux (1959) und die Plastik "Die Sterngucker" von Hilde Uray (1954).

Der Hof wurde am 15. Oktober 1954 von Bürgermeister Franz Jonas feierlich eröffnet.


1957 wurde hier auch eine von Siegfried Charoux geschaffene Gedenkbüste für Hugo Breitner von Bürgermeister Franz Jonas enthüllt.

Anlässlich des legendären Wiener Gipfeltreffens mit dem US-Präsidenten John F. Kennedy wurde der Ministerpräsident der UdSSR, Nikita Chruschtschow, im Juni 1961 durch unseren Gemeindebau geführt.

Die Anlage ist seit dem Jahr 2004 nach § 2a Denkmalschutzgesetz geschützt. Hanakgasse 1A wurde am 11.7.2007 über Antrag von Wiener Wohnen aus dem Denkmalschutz entlassen.


1999 wurde eine umfassende Sanierung (als so genannte "Sockelsanierung") der Anlage beschlossen, die von der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft "Heimbau" durchgeführt und vielfach als „Europas größte Sanierungsbaustelle“ bezeichnet wurde. Sie umfasste u.a. die Wärmedämmung der Fassaden und den Ein- bzw. Zubau von 41 Aufzügen. Im Rahmen der Sanierung wurden aber auch die Dachböden ausgebaut und 199 neue Dachgeschoßwohnungen mit einer Wohnnutzfläche von fast 13.700 m2 geschaffen.

Die Gesamtkosten für die Sanierungsarbeiten betrugen rund 46 Mio. Euro, für die Errichtung der Dachgeschoßwohnungen rund 17 Mio. Euro. Rund 33,5 Mio. Euro schoss die Stadt Wien für die Sockelsanierung zu, die Dachgeschoßausbauten wurden mit rund 7 Mio. Euro unterstützt. Insgesamt wurden also Fördermittel im Ausmaß von 40,5 Mio. Euro gewährt. Anm.: Die endgültige Abrechnung daraus steht derzeit noch aus.

Der Hugo-Breitner-Hof verfügt als quasi „Vorzeige-Projekt“ von Wiener Wohnen seither auch über die erste Solaranlage in einem Wiener Gemeindebau. Die Anlage versorgt rund 120 der 199 Wohnungen, die beim Ausbau der Dachgeschoße zusätzlich errichtet wurden. Die Sonnenkollektoren erstrecken sich über 280 Quadratmeter und erzeugen insgesamt 112.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Die Kosten: rund 350.000 Euro, von denen die Stadt Wien 57.000 Euro an Förderung zugeschossen hat.

 

 

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Kommentar von Webmaster am 3. November 2009 um 10:22am
Hugo-Breitner-Hof - Erste Solaranlage in einem Wiener Gemeindebau
Der Hugo-Breitner-Hof ist Wiens erster Gemeindebau mit einer Solaranlage. Der große Gemeindebau nahe dem Hanappi-Stadion wurde bis 2007 generalsaniert. Er bietet durch seine großen Dachflächen sehr gute Gegebenheiten für die Installation von Sonnenkollektoren. Auf dem 300 Meter langen Dach wurden auf einer Fläche von insgesamt 280 Quadratmetern Sonnenkollektoren für die umwelt- und klimafreundliche Erzeugung von Energie errichtet. Die Einsparung an Kohlendioxid soll durch die leistungsfähige Solaranlage pro Jahr 10,4 Tonnen betragen.

Kombination Sonnenenergie und Erdgas
Die Anlage wurde gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie (AEE) geplant und von Wien Energie installiert. Sie wurde so konzipiert, dass laufende Messungen durchgeführt werden können, um Erfahrungen für zukünftige Projekte dieser Art gewinnen zu können.

Die Sonnenkollektoren produzieren rund 112.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr. Die rund 200 neuen Dachgeschosswohnungen des Hugo-Breitner-Hofs mit einer Wohnnutzfläche von 13.500 Quadratmetern werden dadurch mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. In Kombination mit Gasbrennwertgeräten werden die Warmwasserbereitung und die Raumheizung der Wohnungen abgedeckt.

Die Kombination Erdgas und Sonnenenergie ist besonders umweltfreundlich. Entsprechende Gerätekombinationen nützen die Synergieeffekte aus den beiden Energieformen und sorgen so für eine drastische Reduktion der Energiekosten. Die Solaranlage auf dem Dach und der Heizkessel im Keller sind dabei über einen gemeinsamen Warmwasserspeicher verbunden. Die Sonnenkollektoren decken etwa zwei Drittel des Warmwasserbedarfs. Den Rest übernimmt das Erdgas- Brennwertgerät, das zugleich Heizwärme liefert. Erdgas-Heizkessel, die mit Brennwerttechnik ausgestattet sind, arbeiten besonders effizient: Sie verwerten einen Großteil der Abwärme, die bei alten Geräten ungenutzt durch den Rauchfang entweicht.


http://www.wien.gv.at/umwelt/klimaschutz/klip/umsetzung/hugobreitne...
Kommentar von Webmaster am 3. November 2009 um 10:26am
Das dynamische Duo – die Gas-Solar-Kombination
Klimafreundlich, günstiger als konventionelle Energieträger, gute Versorgung garantiert: Sonne und Erdgas sorgen für richtig viel Energie, sogar im Wiener Gemeindebau.

Wozu in die Ferne schweifen – auch Wien ist „in“
Der Hugo-Breitner-Hof in Wien ist der erste Gemeindebau der Stadt, der mit einer Solaranlage ausgestattet ist. Bis zum Jahr 2007 wurde das große Gebäude nahe dem Hanappi-Stadion generalsaniert. Der Bau weist große Dachflächen auf, was vorteilhaft für die Installation von Sonnenkollektoren ist.

Der Trend: Energie im Doppelpack
Das Pilotprojekt „Hugo-Breitner-Hof“ wurde gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft „Erneuerbare Energie“ geplant und die Anlage von Wien Energie installiert. Zukunftsweisend ist, dass man sich bei diesem Projekt nicht allein mit der Nutzung von Sonnenenergie begnügt hat. Durch die Kombination mit Gasbrennwertgeräten werden die Synergieeffekte aus den beiden Energieformen Sonne und Erdgas optimal genützt. Die Bewohner des Gebäudes dürfen sich also über niedrige Energiekosten freuen und umweltfreundlich ist das dynamische Duo Erdgas und Sonnenenergie obendrein.

Was ist so toll an der Brennwerttechnik?
Wenn Hauseigentümer und Mieter unter hohem Energieverbrauch leiden, liegt die Ursache in den meisten Fällen im Heizungskeller: der Kessel ist veraltet. Mit energiesparender Technik kann man diesem kostentreibenden Übel ein Schnippchen schlagen. Die neuen Erdgas-Brennwertgeräte lassen sich hervorragend mit Solaranlagen kombinieren. Ein Vier-Personenhaushalt spart so bis zu 40% bei der Warmwasserbereitung.

Quellen
www.moderne-heizung.de
www.wien.gv.at


http://www.energieleben.at/das-dynamische-duo-%E2%80%93-die-gas-sol...

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