Was gibt es Neues?

Nachfolgend die Gruppen (also Themen), wo sich zuletzt etwas getan hat ...

Dokumentenarchiv

 

HIER finden Sie die Ablage für PDFs, Word, Excel, Power Point etc. (auf Skydrive).

  

 

Zumeist sind die Dateien auch aus den Beiträgen auf dieser Homepage verlinkt.

 

Wenn Sie die jüngsten Beiträge sehen wollen, klicken Sie in der verlinkten Seite auf die Überschrift "Geändert am".

 

Sie können die Inhalte aber auch nach Name oder Größe sortieren.

 

Bildarchiv

 

HIER finden Sie die Ablage für Fotos und Scans (auf Flickr).

 

Die Bilder sind dort nach Themen gruppiert.

 

Zumeist sind sie auch aus den Beiträgen auf dieser Homepage verlinkt.

 

Aktuelle Video-Clips

Die "Alte Leute Siedlung" - ein verlorenes Paradies?


Miniaturansicht

Die Entwicklungsgeschichte seit der Absiedelung der letzten Bewohner im Jahr 2006 - ja schon davor seit Beginn der Sanierung unserer Wohnhausanlage - ist ebenso unlustig, wie der Zustand dieses Anlagenteils heute (April 2018). Ein Video aus dem April…

Wasserschaden Hanakgasse 6


Miniaturansicht

Entwicklung vom 24. - 27.11.2017

Gasleitungs-Arbeiten 10-2017


Miniaturansicht

Situationsbericht 9./10.10.2017 Nikischgasse (Ostseite).
(Analyse des Mieterbeirats im Hugo Breitner Hof)

Nun hat also Dr. Michael Ludwig seinen "Erfolgsbericht" zur Videoüberwachung im Gemeindebau präsentiert. Kein Zufall, dass dies gerade jetzt erfolgt - braucht er doch zur Fortsetzung des Betriebes der Überwachungsanlagen bzw. für den geplanten Ausbau des Systems die Zustimmung der Datenschutzkommission, und das noch vor dem Jahresende 2009.

Aber sehen wir uns diesen "Erfolgsbericht" doch etwas genauer an:

Hieß es im März 2009 noch, es gäbe seit Einsatz der Überwachung in den so geschützten Bereichen "quasi keine Vandalenakte mehr", so stellt sich nun ein halbes Jahr später heraus, dass - laut offiziellen Angaben aus dem Stadtratsbüro - 48% der Vandalismusakte und 32% der damit verbundenen Kosten verblieben sei. Schon im ersten Jahr des Überwachungsbetriebs! Von einer "generalpräventiven" Wirkung kann da keinesfalls die Rede sein. Entweder fand die Schadensverursachung unter laufender Kamera statt - oder aber es kam zu dem von vielen Kritikern befürchteten Effekt, dass nämlich eine Verlagerung der Tat in die nicht überwachten Bereiche stattgefunden hat. Eine Ausweitung auf diese Bereiche bringt nicht nur gegebenenfalls die befürchteten (und von Dr. Ludwig in Abrede gestellten) Einschränkungen in der Privatsphäre der Betroffenen, sondern vor allem auch wesentlich höhere Kostenbelastungen aus dem System (Installation und Betrieb).

Dass von diesen 48% an Vandalismusakten nur 2 (ZWEI!) Stück mittels der Videoüberwachung aufgeklärt werden konnten, wird die präventive Wirkung dieses Systems nicht gerade steigern helfen. Auch das entspricht den Erwartungen - v.a. wenn man hernimmt, dass "Vandalismus" manchmal sogar unter den Augen und dem Wegsehen der Ordnungshüter stattfindet. Außerdem wäre zu prüfen, ob in diesen zwei Fällen tatsächlich eine Wiedergutmachung durch die Verursacher erfolgte, oder ob - z.B. mangels verfügbarer Mittel - der Schaden nicht sowieso wieder an der Allgemeinheit hängen geblieben ist (auch hier ein Beispiel - eine entsprechende Begleichung/Bereinigung durch den Verursacher gelangte uns bisher nicht zur Kenntnis).


Wie sieht es nun mit den Kostenrelationen aus? Den angegebenen rund 400.000,- Euro für die bisherigen 8 Überwachungsanlagen stehen genannte rund 55.000,- Euro an Einsparungen im ersten Betriebsjahr gegenüber. Das ergibt eine hochgerechnete Amortisationszeit von rund 7,2 Jahren.

Natürlich hat diese Hochrechnung einige Schönheitsfehler - die meisten mangels näherer Angaben: Was an Schäden im privaten Bereich der Mieterinnen und Mieter vermieden werden konnte, ist wohl weder in den Zahlen vor der Installation noch in jenen nach der Installation enthalten. Das würde - auch mit-eingerechnet - die Amortisationszeit zwar verkürzen (wobei aber auch die Kosten einzelner auf die Kosten aller umgelegt werden - bei dem Waschküchensystem "NaTÜRlich sicher!" verkauft man den Mieterinnen und Mietern durch den Einsatz teurer Elektronik gerade den gegenteiligen Effekt), andererseits sind aber auch die genannten 400.000,- nicht auf einmalige Installationskosten und Kosten für den laufenden Betrieb gesplittet (falls letztere überhaupt enthalten waren). Daher ist nicht bekannt, wieviel an jährlichen Betriebskosten auch in Zukunft zusätzlich anfällt - was die Amortisationszeit weiter verlängern würde. Ähnliches gilt für weitere Investitionskosten (Reparatur, Instandhaltung). Gerade elektronische Anlagen, die in solchen Bereichen und für solche Zwecke eingesetzt werden, sind diesbezüglich besonders anfällig - und in einem Investitionszeitraum von über 7 Jahren muss angesichts der kurzen Entwicklungszyklen sogar mit einem erforderlichen Gesamtaustausch gerechnet werden.

Angesichts dessen bei einer möglichen Kostenumlage auf die Mieterinnen und Mieter in der OTS-Aussendung des Stadtratsbüros von "geringfügig höheren Betriebskosten" zu sprechen, erscheint als kühne Untertreibung (auf Basis der bekannten Zahlen: 400.000,- EUR ./. 8 = ??). Klar, dass man dann auch nur scheibchenweise damit herausrückt, dass die Kosten aus der teuren Überwachung sehr wohl auf die Mieterinnen und Mieter überwälzt werden.

Dass man sich sogar auf Basis dieser recht rosarot gefärbten Botschaften seitens des Stadtratsbüros "nur" zu einer Face-to-Face-Befragung durchringt, deren Ergebnis wohl schwer nachvollziehbar und noch wahrscheinlicher wenig repräsentativ sein wird, deutet auf eine "überschaubare Begeisterung" über den Erfolg der Maßnahmen hin. Die Datenschutzkommission wäre gut beraten, sich selbst ein objektives Bild zu verschaffen (und zwar auf Basis der tatsächlichen vollen Faktenlage) - auch was die Basis der genannten Zahlen und zugeordneten Kosten betrifft.

Fazit: Hier wurden - wieder einmal - nicht wirklich zukunftsweisende Ergebnisse als Frohbotschaft verkündet. Die Vorteile aus dem so angepriesenen System liegen bei genauerer Betrachtung vorwiegend bei Auftraggeber und Auftragnehmer für die Videoüberwachung im Gemeindebau.

Seitenaufrufe: 22

© 2019   Erstellt von Webmaster.   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen